IMSI = Intracytoplasmic Morphological Sperm Injection

IMSI ist ein Werkzeug zur besseren Selektion von qualitativen, zur Befruchtung bestimmten Spermien. Die IMSI-Methode ist eine Abwandlung der ICSI-Methode (siehe ICSI), bei der Spermien unter einem sehr genauen Mikroskop untersucht werden, sodass ihre Morphologie (Aussehen) besser beschrieben werden kann.

Wann wird die IMSI-Methode angewandt?

Im Fall eines wiederholten Scheiterns von IVF oder ICSI-Zyklen im Rahmen der assistierten Reproduktion

Im Fall einer Teratospermie (schlechte Morphologie der Spermien)

Nur bei einer ausreichenden Menge beweglicher Spermien

Bei Verwendung der größtmöglichen Vergrößerung des Bildes kann der Embryologe sehr kleine Defekte erkennen, die durch die herkömmliche ICSI-Methode nicht erkannt würden, und so die richtigen Kandidaten für die Befruchtung auswählen. Diese Methode liefert bessere Ergebnisse als die klassische ICSI-Methode und wird daher bei wiederholtem Scheitern der Implantation sowie einer sich nicht einstellenden Schwangerschaft bei Verwendung von ICSI empfohlen. Sie wird auch im Fall einer Teratospermie indiziert, also dem Zustand, bei welchem die Spermien erkennbar abnormal geformt sind. Es handelt sich um eine spezialisierte Technik, die zur Verbesserung der Ergebnisse der gewöhnlichen ICSI angewandt wird, und zwar durch eine bessere Selektion der Spermien. Falls die Spermien keine gute Bewegungsfähigkeit aufweisen, erzielt diese Modifikation keine verbesserte Wirkung. Derzeit wird diese Methode immer seltener angewandt und durch andere, wie beispielsweise MACS, PICSI usw. ersetzt.

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